Gesunde & schnelle Küche gleichzeitig – geht das?

Noch immer herrscht die Auffassung, gesund leben sei teuer, kostet viel Zeit und kann sich nur der leisten, der Beides zur Verfügung hat…

Ich behaupte mal, dass sich da der innere Schweinehund eine schöne Ausrede ausgesucht hat um nichts verändern zu müssen.

Ich selbst bin Mama von drei (inzwischen erwachsenen) Kindern, bin selbständig, habe ein großes Haus und einen wunderbar großen Garten UND habe keine Lust täglich Stunden in der Küche zu stehen. Trotzdem habe ich den Anspruch, meine Familie gesund zu ernähren und meinen Kindern eine gute Basis für ihr Leben mitzugeben. Und das funktioniert auch mit ein paar kleinen Tipps und etwas Organisation!

Wie kann ich den täglichen Koch-Alltag entstressen?

Essen beginnt schon vor dem Kochen! Planung ist alles

In meinen Kursen gebe ich meinen Teilnehmerinnen gerne einen absoluten „Geheimtipp“ mit, von dem anfangs keine begeistert ist, sie sich winden und jammern mit allerlei Ausflüchten wie„Dafür habe ich keine Zeit“, „Das funktioniert bei mir nicht“ oder „Ich kann nicht so weit vorausplanen“…

Aber wer es dann tatsächlich einmal ausprobiert ist begeistert, denn es erleichtert Deine tägliche Kocharbeit enorm!

Soll ich Dir diesen Tipp verraten?? So spektakulär ist er gar nicht, eher simpel, aber mit großer Kraft!

Schreib Dir einen Wochen-Ess-Plan!

Ich setze mich 1 x die Woche hin und plane unser Essen.

Ich nehme mir 2-3 Kochbücher (oder Zeitschriften) zur Hand und suche daraus Gerichte für die Woche aus.

 

 

 

Hierbei schau ich auf folgende Kriterien:

  • an welchem Tag habe ich genug Zeit zum Kochen

  • an welchem Tag evtl. wenig oder gar keine Zeit

  • wann koche ich mittags und wann eher abends, da tagsüber gar niemand da ist? (dann braucht es mittags nur ein Müsli oder Salat)

  • Welche Beilagen kann ich am nächsten Tag weiterverarbeiten

  • Frische Salate, Früchte, empfindliche Gemüse gleich an den ersten Tagen verarbeiten, Wurzelgemüse, Kohl, Kartoffeln etc. die sich lange halten zum Ende der Woche einfügen

So kann ich gut planen, wann ich doppelt koche, damit es noch für den nächsten Tag reicht (wo ich keine Zeit habe), welche Beilagen mehr gebraucht werden, dass ich am nächsten Tag dann z.B. aus übrigen Kartoffeln noch Kartoffelsalat machen kann usw.

Der Vorteil des Kochplans?

Ich gehe anhand meiner Liste einmal die Woche einkaufen, weiß nicht nur, was ich jeden Tag koche, sondern habe auch noch alles dazu im Haus. Es kommt also nicht zu Spontan-Einkäufen im Fast-Food-Bereich, weil es mal wieder schnell gehen muss.

Ich kann am Vorabend oder am Vormittag schon Dinge vorbereiten, wie z.B. Kartoffeln kochen, die kalt verwendet werden, einen Teig für Bratlinge ansetzen, der quellen muss, Salatsoße anrühren oder schon den Pudding für den Nachtisch zubereiten, da ich ja schon weiß was es gibt. Das minimiert die Arbeit enorm, wenn man mittags/am Abend heimkommt.

Schnelle Küche heißt auch auf Vorrat kochen bzw. Reste weiterverwerten:

  • doppelte Menge kochen und das Aufgewärmte am nächsten Tag mit einem großen Salat aufwerten

  • gekochte Kartoffeln weiterverwerten zu z.B. Kartoffelsalat, Kartoffelauflauf, Kartoffelsuppe, Bratkartoffeln

  • gekochte Nudeln weiterverwerten zu Nudelauflauf, Nudelsalat

  • Tomatensuppe wird zu Nudelauflauf mit Tomatensoße, Bolognesesoße etc.

  • übriger Reis, Getreide, Hirse etc. zu Bratlingen verarbeiten

  • Brotaufstriche, Marmeladen in mehrfacher Menge zubereiten und einfrieren

  • Salatsoße in 3-4-facher Menge herstellen und im Kühlschrank aufbewahren

  • grüner Salat kann schon geputzt und zerkleinert werden, hält in einer Dose oder Tüte im Kühlschrank frisch

  • statt aufwendiger Nachspeise einfach einen Obstsalat mit Rosinen und Sesam/ Sonnenblumenkernen und einem Klecks Sauerrahm reichen

  • wenn ich Brot backe, dann gleich 3-4 Stück und ich friere die Hälfte ein

Gesund und teuer?

Nein, das muss nicht sein. Denn in der gesunden Küche fallen eigentlich die Nahrungsmittel, die einen großen Kostenpunkt darstellen, alle weg, wie Fleisch, Wurst, Fertigprodukte, Süßigkeiten. Natürlich kostet ein Vollkornbrot mehr als eines aus Weißmehl, ein kaltgepresstes Öl mehr als ein industrielles und ein Biogemüse (nicht mehr viel) mehr als konventionelles. Aber das gleicht sich dann mit dem Weglassen der teuren Dinge aus und v.a. macht ein frisches, vitalstoffreiches Essen mehr und schneller satt, als eines mit Zusatzstoffen und ohne Inhalt.

Günstige Bioprodukte gibt es z.B. auf Märkten bzw. auch oft direkt ab Hof. Inzwischen sind wirklich fast überall wöchentliche regionale Märkte mit einem tollen Angebot nicht nur an Obst und Gemüse, sondern auch an Vollkornbrot oder Biokäse.

Hört sich kompliziert und aufwendig für Dich an?

Das ist alles nur eine Gewohnheitssache! Jeden Tag eine gute Tat für Deine Gesundheit, so kommst du Schritt für Schritt voran! Du brauchst Unterstützung für die Umstellung deines Essplanes, deiner Ernährung und deiner Gewohnheiten? Gerne helfe ich dir Klarheit zu bekommen! Hier findest du mein Beratungsangebot (auch telefonische Beratung möglich).

Betrachte Deinen Körper als das Wertvollste, das Du besitzt und gib ihm das Beste „Baumaterial“, das Du bekommen kannst. Er wird es Dir danken mit einer langen Gesundheit und einer vitalen Ausstrahlung!

Viel Freude dabei wünscht Dir
Alexandra ♥