Dein Darm fühlt mit!

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Wusstest du, dass alles was du isst, zu dir nimmst, aufnimmst, konsumierst sich auf deinen Darm auswirkt? Also nicht nur Lebensmittel, sondern auch Gefühle, Emotionen, Gedanken oder was du dir an "TV-Konsum"zuführst?

Und wusstest du, dass dein gesundheitliches Befinden ganz wesentlich davon abhängt, wie es deinem Darm geht?

Ich finde eine Beschäftigung mit unseren Organen unglaublich spannend. V.a. hilft es, bewusster mit ihnen umzugehen und es fällt leichter, Genussmittel wegzulassen, wenn man weiß, welche Auswirkungen es auf unsere Organe hat.

Unser Darm:


Unser Darm hat eine unglaubliche Oberfläche von ca. 400 qm! 100 Billionen Bakterien produzieren rund um die Uhr wichtige Abwehrstoffe und schicken sie da in den Körper, wo sie gebraucht werden.
Wie gut oder schlecht unsere Darmflora beschaffen ist, hängt davon ab, was wir zu uns nehmen, dazu zählt nicht nur das was wir essen, sondern z.B. auch

  • Medikamente wie Abführmittel, Antibiotika (Antibiotika töten alle Darmbakterien ab, also auch die für uns nützlichen), Umweltgifte

  • synthetische Lebensmittelzusatzstoffe

  • Genussgifte (Koffein, Nikotin, Alkohol)

  • zuviel tierisches Eiweiß (fördert die Vermehrung von Fäulnisbakterien)

  • zuviel raffinierte Kohlenhydrate (= Zucker, Weißmehlprodukte) fördern u.a. die Vermehrung von Pilzen

  • zu wenig Bewegung (führt zu eingeschränkter Darmperistaltik/stockender Verdauung)

  • aber auch durch Gefühle wie Stress und Angst (Ausschüttung von Stresshormonen) wird die Verdauung gestoppt).

"Dein Darm fühlt mit"

Sicher kennst Du die Sprichwörter „Das sagt mir mein Bauchgefühl“ oder „Wut im Bauch haben“, „Etwas liegt mir schwer im Magen“ oder „Das muss ich erstmal verdauen“. Diese Sätze zeigen schon ganz gut, dass die Darmgesundheit nicht nur mit dem was wir Essen, sondern auch mit unseren Emotionen zu tun hat. Vielleicht kennst Du es auch selbst: Stress und Kummer oder Aufregung schlagen sich auf den Magen bzw. der Darm rea­giert mit Schmerzen, Durchfall, Verstopfung.

In unseren Darmwänden sitzt ein eigenes Nervensystem, man nennt es auch Bauchhirn. Diese Nervenzellen re­gulieren selbständig die Ausschüttung vieler Hormone und Botenstoffe (95 % des Serotonins wird z.B. im Darm gebildet!). Über diese Nervenzellen steht der Darm in ständigem Kontakt mit unserem Gefühlszentrum im Gehirn und leitet Informationen an dieses weiter. Somit kann alles das, was im Darm landet auch unser Gefühlsleben beeinflussen. Negative oder po­sitive Stimmungen haben ihren Ursprung im Bauch, unser sog. „Bauchgefühl“.

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Essen wir also viele stark verarbeitete Produkte mit synthetischen Lebensmittelzusatzstoffen, dann stellen diese Substanzen für unseren Organismus Gifte dar und können durch die Informationszentrale vom Darm an das Ge­hirn plötzliche Stimmungsschwankungen, Aggressionen, Konzentrationsstörungen etc. auslösen.


Zusätzlich ist eine gestörte Darmflora wiederum ein Risikofaktor für viele Erkrankungen wie z.B.

  • Förderung von Depressionen (durch Erhöhung der Entzündungsfaktoren)

  • einer Dysbiose (= zuviel schädliche Darmbakteri­en, erste Anzeichen sind Bauchschmerzen, Darmkrämpfe, Blähungen, Aufstossen etc.), eine Dysbiose wiederum führt zu

  • einem geschwächten Immunsystem

  • dem Leaky-Gut-Syndrom (= durchlässige Darmwand) was dann wie­derum zu

  • Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten

  • Überlastung von Leber + Bauch­speicheldrüse, schwere Darmerkrankungen etc. führen kann.

Du siehst, durch Deine Ernährungs- und Lebensweise hast Du es täglich selbst in der Hand, welches Milieu in Dei­nem Darm herrscht und kannst alleine dadurch wesentlich für eine vitale Gesundheit beitragen.

 

Wie förderst Du ein positives Darmmilieu:

  • die Verdauung beginnt schon im Mund! Von daher ausführlich kauen und langsam essen (alle Nähr- und Vitalstoffe können gut verwertet werden, umso kürzer ist die Verweildauer im Magen und umso schneller bist Du satt!)

  • nur Essen wenndDu wirklich hungrig bist (ja, wir essen viel zu oft aus anderen Gründen ;-)

  • nicht zu heiß und nicht zu kalt essen

  • Gifte meiden wie: Zucker, Glutamat, Süßstoffe, Koffein, Nikotin, Alkohol, Fertigprodukte

  • eine naturbelassene vitalstoffreiche Kost zu dir nehmen mit viel Frischkost und wenig tierischem Eiweiß (= Fleisch, Wurst, Fisch, Milch, Quark, Joghurt, Käse)

  • genügend Ballaststoffe zu dir nehmen in Form von Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Sauerkraut, Kohlarten etc.

  • ausreichend trinken (Wasser, Tee)

  • tägliche Bewegung!

  • Stress reduzieren, Entspannungsmethoden erlernen

  • evtl. eine Entgiftung, Darmsanierung in Betracht ziehen

  • Schleimstoffe unterstützen die Darmschleimhaut beim Heilen, z.B. durch Flohsamen, Eibisch, Leinsamen, Schlehen, Äpfel

  • Bitterstoffe haben eine positive Wirkung auf das gesamte Verdauungssystem (wie Chicorèe, Radicchio, Rucola, Löwenzahn, Rosenkohl, Brokkoli, Grapefruit, Zitrone etc.).

  • Probiotika sind gut für die Darmflora und dein Immunsystem, enthalten in Sauerkraut, Kohl, Hafer, Zwiebeln oder Tomaten

  • Ein Leinsamenshake bringt deine Verdauung auf Trab oder auch der Kanne-Brottrunk (aus Getreide mit Milchsäuregärung) aktiviert deinen Stoffwechsel

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Versuche doch in Zukunft diese Dinge zu beachten bzw. pick dir ein paar davon heraus, z.B. viel Frisches zu dir nehmen, langsam essen und Giftstoffe reduzieren – das wäre doch schon mal ein guter Anfang oder?

Und wenn dich gerade alles nervt und zuviel ist, bevor du dich ärgerst (….schlecht für den Darm ;-) ), dann schau dir doch diese lustige Darstellung über unsere Darmgesundheit an:

https://www.youtube.com/watch?v=V1lbAdGnXS8

Eine gute Basis für einen gesunden Darm ist meine "Detox-Kur" über 4 Wochen. Ein neuer Termin startet wieder jetzt im April (ansonsten immer im Frühjahr und Herbst). Vielleicht magst du dabei sein?
Falls du nicht in der Nähe wohnst, findest du auch eine genaue Anleitung in meinem neuen Buch "Der Nahrungs-WAHN-SINN" (siehe unter "Bücher").

Herzlich, Alexandra ♥