KAFFEE - genießt du schon oder bist du noch süchtig?

- Was Kaffee wirklich in deinem Körper bewirkt -

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Gehörst du auch zu denjenigen, die ihren Kaffee früh „brauchen“, ohne ihn angeblich nicht wach werden,  schlechte Laune haben oder gar nicht mehr merken, dass sie täglich mehrere Tassen davon konsumieren? Dass sie ihren Kaffeegenuss gar nicht wirklich wahrnehmen, sondern schon fast süchtig danach sind?

Und glaubst du nur zu gerne den regelmäßigen Artikeln in Zeitung und Medien, die behaupten, dass 4-5 Tassen Kaffee  täglich (!) nicht nur absolut unbedenklich, sondern sogar gesund sind?  Wenn du das auch weiterhin glauben möchtest, lies am besten nicht weiter.

Wenn dir deine Gesundheit aber am Herzen liegt, dann möchte ich dir gerne ein paar Auswirkungen und Folgen von täglichem Kaffeegenuss aufzeigen und was Kaffee wirklich in deinem Körper bewirkt.

Immer wieder liest man Artikel, die behaupten, dass Kaffee sogar das Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Krebs und Alzheimer/Demenz verringern kann. Eine unverantwortliche Aussage. Oft verbreitet von Seiten, die z.B. Kaffee oder Kaffeemaschinen vertreiben – oder sogar von „Ernährungsberatern“, die solche Aussagen unrecherchiert und damit unverantwortlich weitergeben.

Was passiert in deinem Körper, wenn du Koffein trinkst?

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Schauen wir uns die Wirkung von Koffein im Körper etwas genauer an:

Das Koffein imitiert ein Hormon, das den Nebennieren signalisiert, mehr Adrenalin auszustoßen. Adrenalin ist ein Stresshormon, welches der Körper aktiviert, wenn eine Gefahrensituation vorliegt. Trinkst du Kaffee (oder ein anderes koffeinhaltiges Getränk), wird Adrenalin (plus Cortisol) ausgestoßen, d.h. die Nebennieren gehen von einer stressauslösenden Situation aus.

Das setzt mehrere Körperreaktionen in Gang:

– deine Muskeln werden angespannt

– dein Blutzuckerspiegel steigt an, um Energie freizusetzen

– dein Puls und deine Atmung beschleunigen sich, dadurch wird deine Aufmerksamkeit gesteigert und

– deine Verdauung wird parallel blockiert bzw. angetrieben

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Das sind alles Funktionen, die in einer akuten Gefahrensituation sehr nützlich sind – aber: du sitzt vielleicht nur im Büro und hast dir eine Tasse Kaffee geholt, um konzentriert weiterarbeiten zu können. Wenn der Adrenalin-Kick nach einiger Zeit abebbt, fühlst du dich müde und erschöpft. Das ist meist der Moment für die nächste Tasse Kaffee!

Im Laufe der Jahre verlangt dein Körper stetig nach mehr, um denselben Effekt zu erzielen. Du hast also täglich Unmengen von Stresshormonen im Blut, die dein Körper nur schwer wieder abbauen kann.

Denn in Wirklichkeit entzieht dir Kaffee Energi,e und dein Körper verweilt bei regelmäßigem (täglichem) Kaffeegenuss (plus Stress von Außen) in einer permanenten Stresssituation, die dich z.B. nachts nicht mehr gut schlafen lässt, zu Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit führt, Rückenschmerzen und Erschöpfung.

Auch körperlich gibt es viele negative Auswirkungen:

  • der beruhigend wirkende Neurotransmitter Serotonin wird reduziert (so dass du nicht mehr gut entspannen kannst)
  • Kaffee wirkt stark säurebildend, was zu zahlreichen Folgebeschwerden führt (Darmerkrankungen, Intoleranzen usw.)
  • der Cholesterinspiegel wird erhöht
  • die wichtigen B-Vitamine werden verbraucht, so dass es zu Vitaminmängeln kommt
  • die Eisenaufnahme wird verhindert
  • Magnesium und Calcium werden vermehrt über den Urin ausgeschieden

(Dr. Inge Hofmann, Lebensmittel- und Biochemikerin, Fachautorin für Ernährung, München)

  • die Atmungsintensität deiner Zellen wird um bis zu 70 % gesenkt
  • er kann bei empfindlichen Personen auf Magen-Darm wirken in Form von Durchfall, Übelkeit, Sodbrennen
  • er erzeugt Unruhe im Gefäßsystem
  • dein Blutdruck erhöht sich im Laufe der Jahre
  • Haut, Haare + Nägel bekommen nicht mehr genug Nährstoffe
  • Sexualhormone werden herunterreguliert
  • du bekommst Heißhungerattacken, da durch die Stresshormone die Glukose aufgebraucht wird
  • die Fettverbrennung wird gestoppt, solange Cortisol (Stresshormon) im Blut ist (du nimmst also nicht oder nur schwer ab)

Wieviel Koffein ist verträglich?

Eine Latte Macchiato enthält ca. 110 – 280 mg Koffein, ein Espresso 107 mg/Tasse, auch schwarzer Tee hat noch ca. 100 mg Koffein pro 250 ml und eine Dose Cola ca. 45 mg. Mediziner sprechen ab einem Konsum von 400 mg Koffein innerhalb von acht Stunden von einer Koffeinvergiftung (Dr. Weaver).

In meinen Detox-Kursen habe ich nur selten Teilnehmer, die keine Kaffeetrinker sind, meist sind es mehrere Tassen am Tag. Im Kurs merken sie innerhalb von nur 3 Wochen gravierende Verbesserungen ihrer Beschwerden nur durch das Weglassen von Koffein, Fabrikzucker jeglicher Art und dem Einbeziehen von frischem Obst, Gemüse und Vollkornprodukten.

Magen-Darm-Beschwerden verschwinden, Wechseljahrsbeschwerden und Hitzewallungen, Schlafprobleme, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Erschöpfung lösen sich in dieser kurzen Zeit auf. Und sogar erhöhter Blutdruck reguliert sich und das Säure-Basen-Gleichgewicht verbessert sich.  Dieses Erleben ist für viele so einprägsam, dass sie in Zukunft den Kaffee ganz weglassen bzw. auf Getreide- bzw. Lupinenkaffee umsteigen (= pflanzlichen Kaffeegenuss ohne Koffein).

 Wäre koffeinfreier Kaffee eine Alternative?

Entkoffeinierter Kaffee ist ein Spezialkaffee, dem das Koffein bis auf einen geringen Rest entzogen wurde (ca. zwei bis sechs Milligramm pro Tasse). Aber: um das Koffein zu entziehen, werden die Kaffeebohnen in ein Lösungsmittel (Dichlormethan) eingeweicht. Dieses steht im Verdacht,  krebserregend zu wirken. Bei entkoffeiniertem Bio-Kaffee wird das Koffein nur mit Hilfe von Kohlensäure, Wasser und Kohlendioxid entzogen. Dieser Vorgang ist wesentlich zeitaufwändiger und erklärt – neben der Qualität der Kaffeebohnen – den höheren Preis.

Was tun?

Kaffee war, ist und bleibt eine Genuss-Droge, die in unserer gesunden, täglichen nichts zu suchen hat, trotz vieler gegenteiliger Werbung und Behauptungen. Dass die Menschen überhaupt so viel Kaffee trinken, liegt hauptsächlich daran, dass sie generell zu wenig Energie haben.

Sie arbeiten zu viel und schlafen zu wenig, sie bewegen sich nicht mehr und die Ernährung ist mangelhaft und vitalstoffarm. Diesen Energiemangel durch Suchtstoffe zu pushen und mit Fast Food den Zeitmangel auszugleichen, rächt sich in der Entstehung von Krankheiten wie Depressionen, Burnout, Herzkreislauferkrankungen usw., die rasant ansteigen.

Verwende deine Tasse Kaffee wieder als das was sie ist: ein Genussmittel, das man nicht täglich trinken sollte – denn dann wird es zum Suchtmittel.

Wenn du beim Weglassen von Kaffee Entzugserscheinungen bekommst (Kopfschmerzen, starke Erschöpfung) ist das schon ein Zeichen, dass dein Körper davon abhängig ist. Aber nach ein paar Tagen sind alle Beschwerden wie weggeblasen, und du bist wirklich fit und voller Energie!

Und wie ist es bei dir? Ist Kaffee für dich ein seltenes Genussmittel, z.B. am Sonntagnachmittag in einem schönen Cafè oder eine tägliche Droge? Möchtest du es mal ausprobieren, wie es dir ohne geht?

Wenn du Hilfe brauchst, bei der Umstellung deiner Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, berate ich dich gerne in einem persönlichen Gespräch.