Das Märchen vom bösen Cholesterin

Uns wird immer noch Angst vor Cholesterin gemacht. Obwohl schon seit vielen Jahren bekannt, ist es leider immer noch üblich, Cholesterinsenker zu nehmen. Und haben viele immer noch ein schlechtes Gewissen ein Butterbrot oder mal ein Ei zu essen – und greifen lieber zur – vom Arzt empfohlenen! -cholesterinsenkende Pflanzenmargarine!

Cholesterin ist ein Milliardengeschäft

2007 wurde 33,7 Milliarden Dollar Umsatz nur mit Cholesterinsenkern gemacht! Das bekannteste Mittel Atorvastatin (die Handelsnamen sind Sortis oder Lipitor) war 2011 mit mehr als 12,2 Milliarden Dollar das umsatzstärkste Medikament weltweit (Süddeutsche Zeitung 11/2013)

lmmer mehr Menschen werden zu Cholesterin-Kranken gemacht, z.B. auch dadurch dass der „normale Wert“ immer weiter heruntergesetzt wird. Aber: Cholesterin ist ein lebenswichtiger Stoff, ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen (Reparatur und Neuproduktion), Baustoff für Nervengewebe und Organe, Bestandteil der Gallenflüssigkeit, verantwortlich für den Fett-Transport, wichtig für die Herstellung von Vitamin D und manchen Hormonen wie z.B. Cortisol.

Cholesterin ist für den Organismus so unglaublich wichtig, dass fast alle Körperzellen es selbst herstellen können, das meiste davon wird in der Leber produziert. Auch mit der Nahrung können wir Cholesterin aufnehmen, es ist in tierischen Fetten, in Fleisch, Fisch, aber auch Milchprodukten und Eiern enthalten.

Aber auch wenn wir größere Mengen davon verzehren, ist die körpereigene Cholesterinproduktion um ein Vielfaches höher: ca. 90% des Bedarfs werden durch Eigenproduktion gedeckt. D.h. nur 10 % gelangt über die Nahrung in den Körper und hat somit keinen wirklichen Einfluss auf den Cholesterinspiegel.

Kommt zuviel Cholesterin mit der Nahrung hinzu, drosselt der Körper sofort seine eigene Produktion und der Körper scheidet das Überflüssige einfach wieder aus.

Was aber nun, wenn vom Arzt ein erhöhter Cholesterinspiegel diagnostiziert wird?

Dieser schwankt ständig und ist nur eine Momentaufnahme für die augenblickliche Lebenssituation und kann wenige Tage später schon wieder niedriger sein. Ist der Cholesterinspiegel wirklich krankhaft erhöht, dann nur weil die Blutgefäße schon in einem so desolaten Zustand sind, dass sie viel Cholesterin als Baumaterial brauchen, um diese zu kitten.

Meist tritt dies mit weiteren Symptomen auf wie Bluthochdruck, Übergewicht, Blutzuckerprobleme usw. D.h. der gesamte Stoffwechsel ist im Ungleichgewicht und sollte dringend in Ordnung gebracht werden. Es hat keinen Sinn, nur diesen einen Blutparameter „Cholesterin“ anzusehen, sondern immer den Gesamtstoffwechsel. 

Werden jetzt nur cholesterinsenkende Medikamente verschrieben, sinken zwar die Werte, die Ursache bleibt aber weiterhin bestehen und wird damit zu einem Risiko für Herz-Kreislaufkrankheiten und Zivilisationskrankheiten jeder Art. Auch sind diese sog. „Statine“ mit hohen Nebenwirkungen verbunden wie Leberfunktionsstörungen, Nierenversagen, Muskelschwäche, grauer Star, Diabetes, Darmprobleme, Müdigkeit, Kopf- und Herzschmerzen etc.

Wie hoch ist zu hoch?

Der angebliche „Normalwert“ wurde in den letzten Jahren immer weiter abgesenkt. Lag er vor ca. 30 Jahren noch bei 260 mg sind es heute 200 mg oder weniger, die als Grenzwert angegeben werden. So werden Millionen Menschen zu Kranken gemacht. „Fast 5 Millionen Menschen nehmen Statine ein, aber nur bei 2 Millionen wäre es sinnvoll gewesen“ (Süddeutsche Zeitung, 11/2013). Auch ist nicht jeder Mensch gleich, manche haben einfach schon immer einen hohen Wert, aber messen ihn dann im höheren Alter vielleicht zum ersten Mal.

Halb Margarine – halb Medikament:

Viele greifen dann zur stark beworbene Pflanzenmargarine, die in ihrer Werbung verspricht „den Cholesterinspiegel zu senken“. Diese Margarine ist weniger ein Nahrungsmittel, als eher ein Medikament, was wir uns unbe schwert aufs Brot streichen. Denn woher weiß ich denn, wieviel von der Margarine ich nehmen darf? Welche Dosierung ist die Richtige? Was ist wenn meine Kinder auch von der Margarine essen? Oder Familienmitglieder, die keinen erhöhten Wert haben? Wieviele Sterine kann ich meinem Körper ohne Schaden zumuten? 

Denn die Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Probleme, Kopfschmerzen oder sogar erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten/Ablagerungen (Foodwatch) stehen nicht auf der Packung, wie das bei einem Medikament eigentlich der Fall sein sollte. Von daher müsste es die Becel-Margarine in der Apotheke geben und nicht im Supermarkt. 

Was sind die Ursachen für die Ablagerungen an den Gefäß-Innenwänden?

Die Schädigungen an der Arterienwand können vielfältige Ursachen haben:

  • Isolierte Kohlenhydrate wie Fabrikzucker und Auszugsmehl lassen den Blutzuckerspiegel steigen, dies kann im Lauf der Jahre die Arterienwand schädigen und führt generell zu vielfältigen Stoffwechselerkrankungen (Prof. Yudkin vom Ernährungswissenschaftlichen Institut in London)
  • eine ungesunde Ernährungs- und Lebensweise führt zu einem Überschuss an freien Radikalen, was zu oxidativem Stress und damit zu Zellschäden in den Arterienwänden führen kann
  • der Überverzehr an tierischem Eiweiß (= Fleisch, Wurst, Fisch, Quark, Käse, Eier, Milch, Joghurt) führt zu Ablagerungen auf den Gefäßinnenwänden
  • Ein Übermaß an Omega-6-Fettsäuren fördert Entzündungsstoffe und schädigt das Gefäßsystem
  • Magnesiummangel ist ein Risikofaktor, genauso wie ein Vitamin-C- und Vitamin-K-Mangel
  • chronische Übersäuerung führt zu verhärteten Arterien, damit zu einem verlangsamten Blutfluss und einer Versteifung der roten Blutkörperchen was die Bildung von Ablagerungen begünstigt
  • die Gefäßwandschäden, verursacht durch die Mangelzustände, werden „abgedichtet“ durch kör pereigene Reparaturmaßnahmen, verwendet wird Cholesterin (1-30 %), aber v.a. Protein (Eiweiß) und Calcium.

Welche Lebensmittel sind gut für unseren Fettstoffwechsel:

Unser Körper braucht Fette, aber auf die Qualität kommt es an! Ungesättigte Fettsäuren, Omega-3-Fettsäuren wie in Nüssen, Olivenöl, Walnussöl, Leinöl, allgemein naturbelassene Fette und Öle (auch Butter), eine ballaststoffreiche abwechslungsreiche Ernährung mit Obst, Gemüse, Salaten und Vollkornprodukten in bester Qualität bringen unseren Stoffwechsel wieder auf Vordermann! 

Fazit:

Hab keine Angst vor einem zu hohen Cholesterinspiegel und lass vor allem nicht nur diesen einen Wert behandeln. Ist dein Wert wirklich dauerhaft viel zu hoch, dann heißt das, dass der gesamte Stoffwechsel wieder auf Trab gebracht werden sollte. Wenn wirunsere Lebens- und Ernährungsweise gesund und aktiv gestalten mit einer vitalstoff- und antioxidantienreichen Ernährung aus frischen Zutaten, dann kann der aus dem Gleichgewicht geratene Körper wieder in seine gesunde Balance kommen.

Alles Gute für Dich,

♥-lich Alexandra

Lies diesen und viele andere Artikel auch im Onlinemagazin "Compassioner"

 

Wer noch unsicher ist, dem empfehle ich folgende spannende und sehr aufschlussreiche Bücher: 

Die Cholesterinlüge“ Prof. Dr. med. Walter Hartenbach, Herbig-Verlag

Cholesterin der lebensnotwendige Stoff“ Dr. Max-Otto Bruker, emu-Verlag

Und als Hilfestellung für deine Ernährungsumstellung:

Der Onlinekurs „Fit ist sexy“